Schachklub Hohenems
27.07.2016

20. Cupsieg innerhalb der letzten 25 Jahre

Hohenems bestätigte sich ein weiteres Mal als DIE Cupmannschaft, wenngleich es diesmal im der Finalrunde gegen Dornbirn auf Knopf und Spitz stand. Präsident Dr. Philipp Längle stöberte schon zuvor ein wenig in den Annalen und hatte bei der erstmals unmittelbar nach Ende der dritten Runde vorgenommenen Siegerehrung die Statistik parat. Die Punkte für Hohenems holten: IM Valery Atlas (3/3), IM Guntram Gartner (2,5/3), FM Dmitry Atlas (2/3), Emilian Hofer (0/3). Zu einem wahren Krimi entwickelte sich Runde drei, in der es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Gastgeber Dornbirn und Hohenems kam. Milan Novkovic erspielte sich zunächst eine sehr aussichtsreiche Stellung, verbrauchte dabei aber viel Zeit. Valery konnte sich aus gedrückter Stellung befreien und ein Endspiel drei Bauern gegen Springer erreichen. Dieses wäre Remis gewesen, doch griff Milan in hochgradiger Zeitnot im letzten Moment daneben, 1-0. Guntram Gartner gewann aus der Eröffnung heraus gegen Julia Novkovic einen Bauern und konnte diesen ins Turmendspiel mitnehmen. Beinahe ergab sich dann eine Remisstellung mit Guntrams Dame gegen Julias freien a Bauern. Das Problem: der Bauer stand noch auf a3. Die Remisstellung mit dem Bauern auf a2 dürfte allgemein bekannt sein, 2-0. Damit war das Cupfinale 2016 entschieden, denn ein Unentschieden reichte uns Hohenemsern. Während Hohenems in Runde 1 und 2 jeweils gewann (2,5 : 1,5 gegen Lochau und 3:1 gegen Dornbirn 2) gab Dornbirn gegen ihr eigenes Zweierteam mit dem 2:2 einen Mannschaftspunkt ab. Gegen Lochau gewann Dornbirn 1 hoch mit 3,5 : 0,5.

Die restlichen Partien gegen Dornbirn 1 gingen verloren. Dmitry überschritt gegen Clemens Kanonier in gewonnener Stellung die Zeit. Emilian kämpfte bis zum Schluss gegen Peter Gsteu ums Remis, die Uhr brachte aber auch hier die Entscheidung zugunsten der Dornbirner. Die beiden Niederlagen waren aber für das Turnier schon bedeutungslos.

Dritter wurde Lochau vor Dornbirn2. Endstand Vbg. Cupfinale 2016, gespielt am 24. Juni 2016 im Klubheim des SK Dornbirn:

1. Hohenems 1, 5 MP, 7,5 BP

2. Dornbirn 1, 4 MP, 7,5 BP

3. Lochau 1, 2 MP, 5 BP

4. Dornbirn 2, 1 MP, 4 BP

Im Anschluss lud der Heimverein alle Teilnehmer auf einen Riesenbrezel ein. Obwohl es um viel ging, klang der Abend so freundschaftlich aus, wie der gesamte Wettkampf verlief. Seine Qualitäten bewies Präsident Längle übrigens auch auf dem Brett mit 2 Punkten aus ebensovielen Partien (Siege gegen Emilian Hofer und Peter Ladner). Danke SK Dornbirn für einen spannenden und angenehmen Abend. Foto, von links nach rechts: Cupsieger 2016, SK Hohenems mit IM Valery Atlas, IM Guntram Gartner, Emilian Hofer, FM Dmitry Atlas, Obmann Reinhard Kuntner.

Österreichische Meisterschaften U8/U10: Benjamin Kienböck holt den Titel und qualifiziert sich für die Weltmeisterschaften in Georgien, Anja Rumpold wird Fünfte

Benjamin Kienböck hat es in überzeugender Manier geschaftt. Er ist Österreichischer Meister U10 2016. Der Start verlief noch ein wenig holprig, in der ersten Partie war auch eine ordentliche Portion Gluck dabei. Benjamin ließ dann weitere drei Siegen folgen. Als ihm dann in Runde 5 auch noch ein Sieg gegen Angstgegner Simon Graf glückte, war das Tor schon weit offen für den ersten Titelgewinn eines Spielers des SK Hohenems bei einer Österr. Meisterschaft im Standardschach seit 10 Jahren. In den beiden restlichen Runden genügten dann zwei Remis zum sicheren Titelgewinn mit einem vollen Punkt Vorsprung.

Anja Rumpold startete als Nummer 4 ins Turnier und beendete das Turnier auf Rang 5. Anja spielte immer im ersten Viertel des Feldes, die Chance auf eine Medaille war vorhanden. Gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin Kata Vicze stand Anja auf Gewinn. Die Partie endete aber remis und damit war die Chance auf eine Medaille praktisch dahin. Der fünfte Platz ist trotzdem ein sehr schönen Ergebnis.

Drei Punkte aus 7 Runden nahm Nicolas Wohlgenannt in der Kategorie U8 mit nach Hause. Dies bedeutete Rand 11 bei 16 Teilnehmern. Für Nicolas war es die erste Österreichische Meisterschaft. Er wird sicher sehr viel Erfahrung mit nehmen, die ihm bei künftigen Turnieren helfen wird. Bilder v.l.n.r.: Benjamin Kienböck, Anja Rumpold, Nicolas Wohlgenannt

Die Vorarlberger Delegation war bei diesen Meisterschaften mit 2 Goldmedaillen und einer Bronzemedaille die stärkste. Bei den Buben U10 gelang Isak Vojic (SK Rankweil) der dritte Rang. Die Kategroie Mädchen U8 gewann die Dornbirnerin Aleyna Altinisik. Betreut wurden die Kinder von Julia Novkovic, Helene Mira und Henryk Dobosz. Ergebnisse:

Mädchen U8

Buben U8

Mädchen U10

Buben U10

Benjamin Kienböck (zusammen mit seinem Bruder Samuel, Jonas Kranz und Adrijan Babic) war kurz vor diesen Österr. Meisterschaften vom 23.-25. Mai mit seinem Team von der Volksschule Klaus beim Bundesfinale der Schach-Schülerliga der Volksschulen in Bad Gastein im Einsatz. Benjamin gewann auf Brett 1 alle neun Partien, sein Team erreichte Platz 4, verpasste einen Stockerlplatz nur denkbar knapp. Samuel (7 Jahre) holte sehr gute 5 Punkte aus 9 Partien.

Bundesfinale Schülerliga Volksschulen 2016

Bodenseeopen 2016: Julian Kranzl gewinnt Jugendwertung im Fotofinish vor Emilian Hofer

Gute 5,5 Punkte aus 9 Partien erspielen sich Julian Kranzl und Emilian Hofer beim 2. Internationalen Bodenseeopen in Bregenz. Für beide bedeutet dies ein ELO-plus, Julian überspringt damit die 2100-er Grenze. Er hat in Bregenz seinen ersten Sieg gegen einen Interantionalen Meister errungen (Valerij Bronznik). Auch Emilian Hofer zeigte solides Schach und kann auf zwei Remis gegen IMs verweisen (Valerij Bronznik und Muhamed Boris) Auch Emilian verbesserte sein Internationales ELO-Rating und landete nur hauchdünn um einen Rang (27) hinter Julian, der damit den Jugendpreis in Empfang nehmen durfte. In der Vorarlberger Einzelwertung (das Turnier wurde als Landesmeisterschaft gewertet) bedeutete dies die Ränge vier und fünf für die beiden Hohenems-Youngsters, hinter Fabian Matt (Wolfurt), Christian Srienz (Lochau) und Simon Heinrici (Lustenau). Bild: Julian Kranzl (links), Emilian Hofer (rechts)

Die Vorarlberger Frauenwertung gewann Julia Novkovic vor Annika Fröwis und Helene Mira.

Andreas Kezic belegte mit 50 % der Punkte Rang 59, Hohenems-Neuzugang Duke Kreutzmann (13 Jahre, Stammverein Gonzen) kam auf 4 Punkte und Rang 74 bei 122 Teilnehmern

Das Seniorenopen gewann Lokalmatador Henryk Dobosz. Zweitbester Vorarlberger war Rasim Hasovic (Hörbranz), Drittbester Hans Rigg (Lochau)

2. Bodenseeopen 2016

Bodensee Seniorenopen 2016

Mittelfeldplätze für unsere Mädchen bei den U12 / U14 Staatsmeisterschaften in St. Veit.

Mehr oder weniger den Erwartungen entsprechend platzierten sich die beiden Teilnehmerinnen des SK Hohenems bei den U12_U14 Staatsmeisterschaften in St. Veit. Anja Rumpold belegte Rang 9 mit 4 Punkten aus 7 Partien. Am start waren 20 Teilnehmerinnen. Das ist eine sehr gute Platzierung, denn Anja ist eigentlich noch U10 Spielerin. Bei diesen U12 Staatsmeisterschaften spielten auch einige der besten U10 Mädchen mit, davon war Anja drittbeste. Vom 26. - 29. Mai finden dann die U8 / U10 Staatsmeisterschaften wieder in St. Veit statt. Die Chancen auf einen der vorderen Plätze sind dann sehr gut.

Bereits in der U14 Gruppe hatte Alexa Nussbaumer anzutreten. Alexa erreichte mit 3,5 Punkten aus 7 Partien genau 50 % der Punkte und den 8. Rang von 14 Teilnehmerinnen. Alexa kann auch nächstes Jahr noch einmal in dieser Altersklasse antreten.

Vorarlberg stellte insgesamt 9 Teilnehmer/innen. Weitere gute Mittelfeldplätze gab es auch bei den Buben. Medaillen waren ausser Reichweite. Die beste Platzierung gelang Gloria Fürst (Wolfurt) mit Rang 5 bei den Mädchen U14. Betreut wurden die Kinder von Julia Novkovic und Henryk Dobosz. Bilder: links: Anja Rumpold, rechts Alexa Nussbaumer

Mädchen U12

Mädchen U14

Bronze für Dornbirns Frauen-Team

Eine Medaille war das ehrgeizige Ziel, Bronze ist es am Ende für Vorarlbergs einziges Frauenbundesliga-Team, dem SK Dornbirn, geworden.

Die Titelverteidigung war von Beginn weg unrealistisch, da sich einige Neuerungen im Reglement gravierend auf die Zusammensetzung der Teams auswirkte. Mit Helene Mira schied bei Dornbirn zudem eine Leistungsträgerin aus. Die wesentlichen Neuerungen waren die Verdoppelung der Bretter von 2 auf 4 und die Möglichkeit eine Ausländerin pro Runde einzusetzen. Die Reduktion der Rundenanzahl auf 7 war nicht im Sinne der Vorarlberger. Bei nur 7 Runden und einer unerwarteten Niederlage im falschen Moment wäre die Medaillenchance schnell weg gewesen. Die beiden burgenländischen Teams aus Pamhagen und Wulkaprodersdorf waren die klar zu favorisierenden Teams und tatsächlich gewann Pamhagen auch mit dem Punktemaximum vor Wulkaprodersdorf, das gleich drei Spielerinnen aus dem Österreichischen Nationalteam in ihren Reihen hat. Gegen diese beiden Teams setzte es dann auch die einzigen Niederlagen, die restlichen 5 Matches wurden gewonnen, Platz drei damit mit 2 Matchpunkten Vorsprung abgesichert.

Mit Jana Breder (starke 4,5 Punkte aus 5 Partien), Olga Kurapova (1 aus 2) und Syliva Karner (0,5 aus 2) wirkten im Frauen-Team des SK Dornbirn auch drei Stammspielerinnen des SK Hohenems mit. Auf Brett 1 (2,5 aus 7) und Brett 2 (3,5 aus 7) spielten Julia Novkovic und Annika Fröwis durch. 2,5 Punkte aus 5 Partien steuerte Dornbirns U18-Bronzemedaillengewinnerin Martha Pilsan bei.

Bild von der Schlussveranstaltung in Graz (von links nach rechts): WFM Julia Novkovic, Annika Fröwis, Olga Kurapova und Sylvia Karner.

Frauenbundesliga 2015/2016